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Arbeitskarten für aktive Mitglieder

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Münster-Albachten - Der Albachtener Reit- und Fahrverein will die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement gezielt forcieren. Das wurde bei der Generalversammlung beschlossen.



Von Siegmund Natschke





Die Vorsitzende Christine Thomas (3.v.l.) geht mit dem bewährten Vorstand des RV Albachten ins neue Reitjahr. Foto: sn

Ein Jahr ist das nun schon her, dass Christine Thomas neue Vorsitzende des Albachtener Reit- und Fahrvereins wurde. Seitdem war Zeit, Erfahrungen zu sammeln und den Verein bis in die Tiefen kennenzulernen. Vorgänger Martin Farwick hat ein Lob parat: „Sie hat sich super bewährt und eine tolle Arbeit geleistet.“ Nun stand eine Bewährungsprobe an – die Mitgliederversammlung des Vereins. Sie fand an einem neuen Ort statt.

Nämlich im St.-Ludgerus-Pfarrheim und nicht mehr in der inzwischen geschlossenen Gaststätte Sontheimer. „Wir sind dankbar dafür, dass wir die Veranstaltung in der Nähe der Reithalle abhalten können“, sagte Farwick, der sich zufrieden zeigte, dass immerhin gut 20 Prozent der Mitglieder in das deshalb sehr volle Pfarrheim kamen.

Der Geschäftsbericht von Jutta Wilhelmer zeigte trotz Personalwechsel Kontinuität. 299 Mitglieder gibt es, davon sind 174 passiv, 125 aktiv. Über 20 Prozent sind unter 18 Jahre alt, ein Beleg für die gute Jugendarbeit des Vereins. Die Veranstaltungen des RV Albachten sind in der Regel gut besucht. Mit Ausnahme des Winter-Hallenturniers. „Wir überlegen, ob wir das weiter gestalten können“, erklärte Farwick. Immerhin arbeite man eine Woche an so einem Turnier, und es koste bis zu 600 Euro pro Tag.

Apropos ehrenamtliche Arbeit: Der Verein will so genannte „ Arbeitskarten“ einführen mit einer zu absolvierenden Mindeststundenzahl. Jedes aktive Mitglied soll eine solche Karte erhalten und damit zum Mitmachen bewegt werden. In anderen Reitvereinen sei dies bereits eine bewährte Einrichtung, hieß es.

Auch hinsichtlich der Beiträge soll es Veränderungen geben. Bisher werden die Beträge quartalsweise abgebucht. Ein anderes Modell, das man verfolgen möchte, sieht die rückwirkende, monatliche Abbuchung vor. So können die tatsächlich wahrgenommenen Reitstunden, die von Mitglied zu Mitglied stark schwanken, einfließen und die Beitragserhebungen individualisiert werden.

Nachdem eingehend über die Kassenlage diskutiert wurde, gab es eine einstimmige Entlastung des Vorstandes. Wahlen schlossen daran an. Vor der Versammlung hatte die Vereinsführung, so die Vorsitzende, ein Brief ohne Absender erreicht. In dem Schreiben sollen mögliche alternative Kandidaten zu den Posten gestanden haben. Bei der Versammlung traten jedoch ausschließlich die Amtsinhaber an. Deutliche Mehrheiten gab es für Wilhelm Holkenbrink (zweiter Vorsitzender), Vera Brinkmann (Kassiererin) und Uli Pöppelmann (Beisitzer).